Roboter mit “Metabolism”: kann andere Roboter verschlingen, um zu wachsen
Ein Forschungsteam der Columbia University hat einen Prototyp entwickelt, der durch Aufnahme und Integration anderer Roboter-Module körperlich wachsen, sich selbst reparieren und seine Leistung steigern kann. Dieser Prozess wird als Robot Metabolism bezeichnet.
Wie funktioniert das?
- Die Basis bilden modulare „Truss Link“-Elemente: rodförmig mit magnetischen Enden, die sich verbinden und lösen lassen.
- Mehrere unabhängige Module formen zunächst flache 2D-Strukturen, wandeln sich später eigenständig in 3D-Formen wie Tetraeder um.
- Neue Module können als Hilfsmittel wie „Gehstock“ integriert werden, was die Geschwindigkeit unter Steigung um bis zu 66 % erhöht.
Anpassung & Selbstheilung
- Entladene oder kaputte Module werden abgesondert und durch neue ersetzt – eine Art Selbstheilung.
- In Videos zeigen die Roboter, wie sie sich zusammentun und selbst umbauen – etwa neue Glieder einfügen oder Formen verändern.
Technologische Bedeutung
- Forscher beschreiben die Module als mechanisches Äquivalent zu Aminosäuren: simple Bausteine, die komplexe Systeme erzeugen.
- Das Ziel: robotische Ökosysteme, die sich ohne menschliches Eingreifen weiterentwickeln und sich anpassen.
Darstellung in Video-Animation
- Im gezeigten Versuch verbinden sich sechs Module zu einer Struktur, verändern ihre Form und integrieren ein weiteres hinzu.
- Das Zusammenspiel zeigt, wie Umgebungsbedingungen genutzt werden – etwa ein Höhenunterschied beim Formwechsel.
Anwendungsfelder & Perspektiven
- Mögliche Einsatzbereiche: Katastrophenhilfe, Raumfahrt, modulare Strukturen und nachhaltige Maschinenökologie.
- Die Technologie ist experimentell und überwiegend teleoperiert – autonome Selbstorganisation bleibt noch Zukunftsmusik.